Pflanzgefäß richtig bepflanzen – Tipps und Tricks

In diesem Artikel möchten wir uns einmal mit Pflanzen beschäftigen, die erfahrungsgemäß gut mit den beengten Verhältnissen in einem Pflanzgefäß zurechtkommen. Der richtige Pflanzkübel oder Blumenkasten gepaart mit der passenden Pflanze macht nicht nur viel her, sondern sorgt auch für lang anhaltende Freude. Klar sollte aber sein: Ausgepflanzt in den Garten wachsen alle Gehölze deutlich besser und schneller. Auch sind sie robuster gegen Frost, Hitze und Trockenheit. Doch keine Sorge: In ein schönes, großes Pflanzgefäß gesetzt, kann man sich ebenfalls an einigen Exemplaren erfreuen. Bei sorgfältiger Pflege kann dies gar der Beginn einer großen Freundschaft oder sogar Sammelleidenschaft sein. Schließlich machen solche Gehölze das ganze Jahr über viel her. Mit hübschen Blüten, malerischem Wuchs, buntem Herbstlaub, einem frischen Austrieb im Frühling und manchmal sogar prallen Früchten begleiten sie uns durch alle Jahreszeiten.

Schöne Gehölze im Pflanzgefäß: Hier kommen unsere Favoriten

Flieder im Pflanzgefäß? Warum nicht!

Flieder im Pflanzgefäß? Warum nicht!

  • Zwergflieder (Herbstflieder): Direkt nach der Blüte zurückgeschnitten, blüht und duftet dieser kompakt bleibende Flieder im Herbst sogar ein zweites Mal. Als Kübelpflanze benötigt der Zwergflieder etwa alle drei Jahre einen Wurzelschnitt, frische Erde und gegebenenfalls auch mal einen etwas größeren Topf.
  • Hibiskus wird etwa zwei Meter groß und bis zu anderthalb Meter breit, ist damit also bestens für die Kübelkultur bzw. ein hübsches Pflanzgefäß geeignet. Im Spätherbst oder zeitigen Frühling sollten die Samenkapseln entfernt werden, um ein wildes Versamen zu verhindern. Damit der Strauch nicht vergreist, regelmäßig (das heißt alle zwei bis drei Jahre) die ältesten Äste möglichst tief an der Basis auslichten. Stichwort Verjüngungsschnitt: Je nach Kübelgröße benötigt der Hibiskus etwa alle drei Jahre ein neues, möglichst hohes Pflanzgefäß samt frischer Erde. Der Hibiskus hat übrigens lange Pfahlwurzeln, die man beim Umtopfen möglichst schonen sollte.
  • Weigelie `Monet‘ begeistert durch panaschiertes, weiß-rosa-grünes Laub und sieht das ganze Jahr über außergewöhnlich schön aus. Hinzu kommen rosa Blüten von Mai bis Juni, die besonders gut bei Bienen ankommen. Weigelie `Monet‘ wird nur 80 cm hoch und ist damit bestens für kleinere Pflanzkübel und einen Platz auf Balkon oder Terrasse geeignet.
  • Korkflügelstrauch `Compactus‘: Der niedrige Korkspindelstrauch begeistert im Herbst durch ein leuchtend rotes Herbstkleid. Die kleinwüchsige Kulturform des heimischen Pfaffenhütchens ist robust, schnittverträglich und bietet zudem Singvögeln (Rotkehlchen) Schutz und einen dicht gewachsenen Nistplatz.
  • Die buntlaubige Ölweide (Elaegnus pungens) `Maculata‘ erfreut ihren Besitzer durch immergrünes, zweifarbiges Laub und ganz besonders durch ihre stark duftenden, cremeweißen Blüten von Oktober bis November. Diese Ölweide wird nur anderthalb Meter hoch und breit, wächst sehr langsam und ist gut schnittverträglich.
  • Zwerg-Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) `Bobo‘ wird keinen Meter hoch, beeindruckt Gartenfans jedoch mit weißen bis cremefarbigen Blüten, die den ganzen Winter über am Strauch bleiben können. Erst im März wird die Rispenhortensie dann tief zurückgeschnitten. Rispenhortensien blühen am diesjährigen Holz und sind daher völlig unkompliziert.
  • Hortensien (Hydrangea macrophylla) sind Flachwurzeln, insofern passen sie auch wunderbar zu flachen Pflanzschalen. Genauere Pflegehinweise zu Hortensien im Pflanzgefäß gibt es hier zu entdecken.
  • Gefüllter Schneeball (Viburnum plicatum) `Watanabe‘ blüht von Juli bis August und zeigt im Herbst rote Beeren, die bei heimischen Singvögeln heiß begehrt sind.
  • Der Gewürzstrauch (Calycanthus floridus) ist ein besonderes Gehölz mit auffälligen, weinroten, markant duftenden Blüten. Der Busch wächst dicht und bietet sich daher gut als Sichtschutz bis zu einer Höhe von zwei Metern an. Der Gewürzstrauch ist eine Liebhaberpflanze, die wenig Mühe macht. Ein leichter Rückschnitt der Wurzeln alle drei Jahre hält auch ihn jung.
  • Magnolien werden meist zu groß und sind generell zu empfindlich für ein Dasein im Pflanzgefäß, ganz anders Magnolie `Susan‘ oder auch klein bleibende Sternmagnolien. Sie kommen mit den beengten Verhältnissen im 40-Liter-Kübel eine Weile lang gut zurecht und gerade als Stämmchen machen beide Magnolien oben herum zur Blütezeit sehr viel her. Das Beste: Magnolien wollen nicht geschnitten werden. Nur ganz alte Exemplare werden bisweilen vorsichtig ausgelichtet. Ansonsten erfreuen sie durch ihren malerischen Wuchs und fantastische Blüten. Im Pflanzgefäß benötigt die Magnolie spätestens nach drei Jahren einen Wurzelschnitt, frische Erde und ggf. auch einen größeren Topf.
  • Heiliger Bambus (Nandina domestic) wird bis zwei Meter hoch und anderthalb Meter breit, ist immergrün, hat mehrfach gefiederte Blätter, die sich im Herbst und Winter rötlich färben. Heiliger Bambus ist sowohl im Garten, als auch im Pflanzgefäß eine Besonderheit. Aus den weißen Rispenblüten (Blüte von Juni bis Juli) entwickeln sich rote Beeren und zieren den Strauch im Herbst und Winter zusätzlich. Allerdings ist hierbei ein leichter Winterschutz erforderlich.
  • Borstenakazie (Robinia hispida ‚Macrophylla‘), eine kleine Akazie, die kaum zwei Meter hoch und anderthalb Meter breit wächst und von Mai bis Juni sehr hübsche rosa Blüten in langen Trauben zeigt. Die Borstenakazie benötigt keinen Schnitt, wohl aber einen windgeschützten, sonnigen bis halbschattigen Platz. Als Kübelpflanze benötigt sie etwa alle drei Jahre einen Wurzelschnitt, dazu frische Erde und eventuell auch ein größeres Pflanzgefäß.

Pflanzgefäß meets Gartenmessen, Kreative Gartengestaltung leicht gemacht!

Pflanzkübel machen sich auch auf Balkon und Terrasse gut...

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